News von RMCH
Projektpartner gesucht! Gemeinsam gegen weibliche Genitalverstümmelung in Gambia vorgehen
Der Rotary Club Busubi/Bijilo in Gambia, Westafrika, und die erfahrene Organisation Women in Liberation and Leadership (WILL) unter der Leitung von Menschenrechtsaktivistin Fatou Baldeh suchen Partner für die Umsetzung eines Projektes im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM).
FGM ist und bleibt eine tief verwurzelte Praxis mit verheerenden Folgen. Sie gilt als weltweit anerkannte Menschenrechtsverletzung und eine Form geschlechtsbezogener Gewalt, die in Gambia alarmierende Ausmaße angenommen hat. Schätzungsweise 75,7 % der Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren sind in Gambia von FGM betroffen. In einigen Regionen, wie der Upper River Region, liegt die Prävalenz sogar bei erschreckenden 95 %. Die meisten Mädchen werden vor ihrem 5. Lebensjahr von traditionellen Praktikerinnen, häufig unter mangelnder Hygiene und Sachkenntnis, beschnitten. Diese Praxis hat sowohl unmittelbare als auch langfristige, schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen, die von starken Schmerzen, Blutungen und Infektionen bis hin zu chronischen Erkrankungen, psychischen Traumata und sogar zum Tod reichen können. Schwangere sind einem deutlich höheren Risiko für Geburtsverletzungen wie Dammrisse ausgesetzt und müssen mit verlängerten sowie erschwerten Geburten rechnen. Zudem steigt das Risiko für schwere Nachgeburtsblutungen und potenziell lebensbedrohliche Uterusrupturen. Die Beschneidung kann auch das Kind gefährden, indem sie das Risiko für Sauerstoffmangel und Frühgeburten erhöht.
FGM ist eng mit ungleichen Machtverhältnissen und diskriminierenden Geschlechternormen verbunden, die Mädchen und Frauen ihre Autonomie und Würde nehmen. Besonders besorgniserregend waren die jüngsten Initiativen zur Legalisierung von FGM in Gambia im Jahr 2024. Obwohl sie gescheitert sind, haben die Debatten zu Verwirrung in der Bevölkerung und einen Rückschlag für die jahrzehntelangen Bemühungen im Kampf gegen FGM geführt.
Die Projektzielregionen Upper, Central und Lower River weisen die höchste Prävalenz von FGM im Land auf. Mit einer geplanten Laufzeit von 18 Monaten und einem geschätzten Budget von ca. 70.000 EUR sollen nachhaltige Veränderungen herbeigeführt werden. Das Projekt verfolgt einen umfassenden Ansatz, der über die reine Aufklärung hinausgeht. Einige der Maßnahmen wurden in einem kleineren Rahmen bereits getestet und entsprechend optimiert. Dabei wurde auch deutlich, dass unterschiedliche Strategien für verschiedene Gemeinden erforderlich sind.
In mehrtägigen Camps sollen junge Mädchen in geschützten Räumen Plattformen erhalten, in denen ihnen Wissen über ihre Rechte vermittelt wird und sie offen sprechen können. Durch die Stärkung der Selbstbestimmung, wird ihnen auch die Möglichkeit gegeben, als Change Agents in ihren Gemeinden zu agieren. Die Erfahrungen von FGM-Überlebenden können so genutzt werden, um kollektives Handeln zu fördern und die Dringlichkeit des Problems zu verdeutlichen. Durch generationsübergreifende Dialoge sollen schädliche Geschlechternormen, religiöse und kulturelle Überzeugungen und die aktuelle Gesetzeslage offen angesprochen werden, mit dem Ziel Verhaltens- und Einstellungsänderungen bei allen Gemeindemitgliedern zu fördern. Ein zentraler Bestandteil ist die Stärkung des Wissens und der Kapazitäten von Männern und Jungen im Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt und die Förderung positiver Männlichkeit. Sie werden als Verbündete im Kampf gegen FGM gewonnen. Die Schulung von medizinischen Fachkräften an vorderster Front zur medizinischen Versorgung, psychologischen Unterstützung und die Sensibilisierung für die Langzeitfolgen ist ebenso integraler Bestandteil des Projektes.
Ihre Unterstützung kann vielen Mädchen unnötiges Leid ersparen und Leben retten. Für weitere Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung kontaktieren Sie unser Projektteam unter projekte@rotary-rmch.de.
Projektbericht: Update aus Manila: Hoffnung schenken, wo der Alltag ein Kampf ist
Das Projekt „Caregivers Ausbildung für junge Mütter in Manila“ ist ein Projekt, das der RC Oberhausen und die Stiftung IN-VINO-CARITAS gemeinsam ins Leben gerufen haben. Die Projektbeteiligten wollen jungen Müttern aus den extremen Slums (wie dem berüchtigten Bezirk „Aroma“, ehemals Barangay 105) eine Perspektive abseits der Mülldeponien bieten. Doch der Weg dorthin fordert allen Beteiligten täglich alles ab.
Die Realität vor Ort hat das Projekt in den letzten Monaten hart auf die Probe gestellt. Gleich zwei Großfeuer innerhalb von nur dreieinhalb Monaten haben den Bezirk erschüttert. Über 1.500 Familien verloren absolut alles, was sie besaßen. Inmitten dieses Chaos war es für die betroffenen Frauen verständlicherweise kaum möglich, ihre Kinder unterzubringen oder an Ausbildung zu denken.
Trotz dieser extremen Rückschläge machten die Projektbeteiligten weiter: Die Gruppe 1 ist kurz vor dem Abschluss. Aufgrund der Brände musste die zweite Gruppe zunächst kleiner als geplant starten. Für den nächsten Durchlauf wird wieder eine wieder etwas größere Gruppe erwartet.
Die ausgewählten jungen Frauen haben oft von klein auf Müll gesammelt, um zu überleben. Dass ihnen nun plötzlich jemand eine hochwertige Ausbildung schenkt, ist für viele anfangs unbegreiflich. Es braucht Zeit und einfühlsame Begleitung, bis die Frauen verstehen, worum es geht. Zu Beginn herrscht verständlicherweise oft Misstrauen – eine gesunde Skepsis in einem Umfeld, in dem ihnen selten etwas geschenkt wurde. Doch wenn der Knoten platzt, weicht die Skepsis einer riesigen Freude.
Die sechsmonatige Ausbildung zur Caregiver (Pflegekraft) erfolgt in Zusammenarbeit mit dem internationalen Roten Kreuz an einer privaten Schule/Krankenhaus. Die Inhalte sind strikt mit internationalen Ausbildungsstandards abgestimmt. Dieses Projekt ist weit mehr als reine Arbeitsmarktförderung. Die Absolventinnen können danach:
- Den Lebensunterhalt ihrer Familien eigenständig finanzieren.
- Aktiv zur Gesundheitserziehung in ihren eigenen Familien und der Nachbarschaft beitragen.
- Den Teufelskreis der Armut durchbrechen und ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.
Während mittlerweile vor Ort praktisch gearbeitet wird, liegt ein wichtiger Meilenstein hinter den Projektbeteiligten: der Antrag bei Rotary International (RI). Nach einem intensiven und detailreichen Abstimmungsprozess – der viel Ausdauer abverlangt hat – wurde das Projekt schlussendlich bewilligt.
Im Januar 2027 wird unser Team wieder für 10 Tage direkt vor Ort in Manila sein. Zu diesem Zeitpunkt wird der Startschuss für die 3. und 4. Gruppe fallen.
Wer sich selbst ein Bild von den Bedingungen vor Ort im Bezirk Aroma machen möchte, findet hier auf YouTube eine eindrucksvolle Dokumentation über das Leben im Barangay 105.
Projektbericht: Bessere Chancen durch Bildung und Gesundheit
Nach einem Jahr Projektlaufzeit zeigt sich, dass die Verbindung von Bildung, Gesundheit und der Zusammenarbeit mit Familien und lokalen Bildungsakteuren in Bangladesch bereits zu spürbaren Verbesserungen der Lernbedingungen von Kindern geführt hat.
Das vom RMCH unterstützte Projekt „Hochwertige Bildung, sichere Schulen & aktive Gemeinden: Chancengleichheit für alle Kinder“ von NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e. V. wurde gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen JCF, Anandalok Trust und MJSKS planmäßig umgesetzt. Staatliche Grundschulen in besonders benachteiligten Regionen Bangladeschs wurden nicht nur renoviert, sondern als sichere und verlässliche Lernorte für Kinder gestärkt.
Vor- und Grundschüler*innen an den unterstützen Grundschulen lernen heute unter deutlich besseren Bedingungen: farbenfrohe Klassenräume, altersgerechte Lernmaterialien und fortgebildete Lehrkräfte ermöglichen einen qualitativ hochwertigen und kindzentrierten Unterricht. Die Schulen haben dadurch für viele Familien wieder an Vertrauen gewonnen und bieten Kindern bessere Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts waren die an allen Schulen durchgeführten Gesundheitscamps. Sie brachten medizinische Basisversorgung direkt an die Schulen, ermöglichten Untersuchungen und Behandlungen akuter gesundheitlicher Probleme und boten Familien Beratung zu gesundheitsrelevanten Themen. Auch Geschwisterkinder und besonders benachteiligte Kinder aus den umliegenden Gemeinden wurden einbezogen und erhielten erstmals niedrigschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung.
Parallel dazu wurden die Trinkwasser- und Sanitärversorgung an den Schulen verbessert sowie gesundheitsfördernde Aktivitäten im Schulalltag gestärkt. Dadurch konnten gesundheitliche Risiken reduziert und der regelmäßige Schulbesuch unterstützt werden. Die Schule entwickelte sich damit nicht nur zu einem Lernort, sondern auch zu einem wichtigen geschützten Raum für Kinder.
Besonders deutlich zeigt sich die Wirkung des Projektes auch in der engen Zusammenarbeit mit Familien, Schulkomitees und lokalen Bildungsakteuren. Schulsozialarbeiter*innen stärkten das Bewusstsein der Eltern für Bildung und Gesundheit und konnten so viele Schulabbrüche frühzeitig verhindern. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Mädchen, deren Verbleib in der Schule wesentlich dazu beiträgt, frühe Verheiratung und die damit verbundenen Risiken zu reduzieren.
Insgesamt zeigt sich: Die enge Verknüpfung von Kapazitätsstärkung von Lehrkräften, Gesundheitsangeboten und lokaler Zusammenarbeit stärkt Schulen nachhaltig und verbessert die Zukunftschancen von Kindern und Familien, die zuvor nur eingeschränkten Zugang zu Bildung und Versorgung hatten.
Projektbericht: Global Grant des Rotary Club Borken mit Unterstützung durch RMCH in Simbabwe
Fortschritte im Projekt zur Verbesserung der geburtshilflichen Versorgung
Im Rahmen des laufenden Projekts zur Verbesserung der geburtshilflichen Versorgung wurden in mehreren Kliniken intensive Schulungen im Bereich des geburtshilflichen Ultraschalls durchgeführt sowie medizinische Ausrüstung ausgeliefert und installiert. Ziel des Projekts ist es, die Versorgung von Schwangeren insbesondere in ländlichen Regionen nachhaltig zu verbessern.
Das Projekt wird durch den Rotary Club Borken insbesondere mit den Rotariern Dr. Burkhard Flötotto und Hermann Mußenbrock sowie mit Unterstützung von RMCH umgesetzt.
Zu Beginn des Projekts waren in jeder Klinik jeweils drei Tage intensives Training vorgesehen. Geschult wurden Teams von zwei bis vier Mitarbeitenden pro Klinik durch den Gynäkologen Dr. Sinan Koudsi. Der Schwerpunkt lag auf der praktischen Anwendung des Ultraschalls in der Geburtshilfe.
Erfolgreiche Schulungen in drei Kliniken
Im Plumtree Hospital nahmen insgesamt sechs Personen, überwiegend Hebammen, an der Schulung teil. Genutzt wurde das bereits vorhandene Ultraschallgerät der Klinik. Der Fokus lag vor allem auf praktischem Training direkt am Gerät. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits über fundierte Kenntnisse in Geburtshilfe, fetaler Anatomie und Risikobewertung verfügten. Das Team überzeugte zudem durch hohe Motivation und großes Interesse an der Fortbildung.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die erfolgreiche Einrichtung der telemedizinischen Infrastruktur. Das Ultraschallgerät der Klinik wurde an einen eigens angeschafften Laptop angeschlossen, der anschließend dem Krankenhaus übergeben wurde. Ein erster Testlauf per Zoom verlief erfolgreich. Die notwendige Internetanbindung über Starlink war bereits bei einer vorherigen Reise installiert worden.
Im Lady Stanley Hospital wurde das Training mit vier Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Hier stand ein tragbares Hand-Held-Ultraschallgerät zur Verfügung. Da die Teilnehmenden überwiegend Krankenschwestern und weniger Hebammen waren, wurden die theoretischen Grundlagen ausführlicher vermittelt.
Zusätzlich konnte nach Genehmigung durch das RDC ein CTG-Gerät von Gambu nach Lady Stanley transportiert werden. Die Mitarbeitenden wurden sowohl theoretisch als auch praktisch in die Nutzung des Geräts eingewiesen.
Im Gambu Clinic fand ein Fortgeschrittenentraining statt, nachdem dort bereits bei früheren Besuchen eine Basisschulung durchgeführt worden war. Zwei Personen nahmen teil, wobei ein Teilnehmer bereits außergewöhnlich gute Fähigkeiten im geburtshilflichen Ultraschall zeigte.
Lieferung wichtiger medizinischer Ausrüstung
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Ausstattung von vier Kliniken mit moderner geburtshilflicher Ausrüstung.
Jede Klinik erhielt:
- vier Delivery Packs,
- vier Suture Packs,
- eine Anleitung zur eigenständigen Befüllung der Packs,
- ein Pulsoxymeter,
- eine leistungsstarke Behandlungsleuchte,
- ein Entbindungsbett sowie
- einen elektrischen Sterilisator.
Die Geräte wurden direkt in die Kliniken ausgeliefert. Zusätzlich erfolgte in jeder Einrichtung eine ausführliche praktische Einweisung in die Bedienung der Geräte.
Das Projekt zeigt bereits jetzt deutliche Fortschritte beim Aufbau lokaler Kompetenzen sowie bei der Verbesserung der technischen Ausstattung der beteiligten Kliniken. Besonders hervorzuheben sind die hohe Motivation der medizinischen Teams und die erfolgreiche Einführung telemedizinischer Strukturen.
RMCH unterstützt die STOP FASD-Kampagne des D 1870
Die Abkürzung FASD steht für Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen, die durch den Genuss von Alkohol während der Schwangerschaft, auch in geringen Mengen, entstehen können.
Das Zellgift Alkohol geht 1:1 in die Gebärmutter über und wirkt auf das ungeborene Kind bis zu 10-mal länger als auf die Mutter. Während dieser Zeit zerstört es vorhandene und verhindert die Bildung gesunder neuer Zellen. Die Fehlbildungen führen zu irreversiblen Störungen. Neben anatomischen Missbildungen ist regelmäßig das Gehirn betroffen. Je nach Zeitpunkt und Intensität des Alkoholkonsums werden lebenslängliche Gehirnschäden angelegt, die zu mehr oder weniger intensiven Verhaltensstörungen, teils massivem mit Behinderungscharakter, führen.
FASD ist die häufigste angeborene Behinderung in Deutschland, aber auch in den meisten anderen Ländern der Welt.
Jährlich sind über 15.000 Neugeborene (rd. 1,8 Prozent) in Deutschland betroffen, rund 5.000 durch massive Verhaltensstörungen. Von ihnen bleiben 70 Prozent lebenslänglich von Betreuung und Fürsorge abhängig. Nur 25 Prozent schließen mit Erfolg eine Schule ab. 20 Prozent aller in Deutschland in ständiger Betreuung lebenden Jugendlichen sind von FASD betroffen.
Jedes Kind kostet neben dem persönlichen Leid die Gesellschaft bis zum 18. Lebensjahr jährlich durchschnittlich 32 Tsd. Euro, alle zusammen insgesamt rund 9 Milliarden. Dazu kommen die Kosten für mehr als 1 Millionen betroffene Erwachsene.
Keine Mutter will bewusst ihr Kind schädigen. Aber trotz der fatalen Fakten zu FASD trinken in Deutschland 25 Prozent der Schwangeren mehr oder weniger häufig Alkohol, weil sie die Risiken nicht kennen. In gehobenen sozialen Schichten sind es sogar 30 Prozent.
Nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch bei den relevanten medizinischen Berufsgruppen, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen ist das Wissen um FASD erschreckend beschränkt. Deshalb ist das oberste Ziel der Kampagne Aufklärung. Hierzu werden gezielt ärztliche Praxen, Apotheken, Beratungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen etc. persönlich angesprochen und mit instruktiven Aushängen und Flyern ausgestattet. Zusammen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsfortbildung (äggf) werden Aufklärungsveranstaltungen an Schulen durchgeführt.
Die vom RC Düsseldorf-Süd vor 3 Jahren initiierte Kampagne ist inzwischen dauerhaftes Flagship-Projekt des Distriktes 1870.
Jeder kann helfen!
Die Kampagne STOP FASD ist eine großartige Gelegenheit für alle Rotariererinnen und Rotarier, sich aktiv zu beteiligen, schlimmes Leid zu verhindern. Auf der Internetseite des RC Düsseldorf-Süd (https://duesseldorf-sued.rotary.de) finden sich umfangreiche Informationen zu FASD, zu der Kampagne und auch dazu, wie jeder mitmachen kann.
Wer sich selbst informiert, kann, auch andere sensibilisieren und so dazu beitragen, Menschen die Chance auf ein würdiges Leben zu geben. Im persönlichen Umfeld fängt es an. Darüber hinaus sind keine Grenzen gesetzt.
Eine Anfrage „Rotary FASD“ in einer Internetsuchmaschine gibt Hinweise zu zahlreichen rotarischen Projekten und Initiativen, unter anderem der Kampagne STOP FASD.
Das zurzeit im Distrikt laufende District-Grant-Projekt zu Aufklärungsveranstaltungen in Schulen steht für alle Clubs in D-A-CH offen.
Zu Fragen und zur persönlichen Unterstützung steht das Team gerne zur Verfügung (FASD@rotary1870.de).
Bericht von der Mitgliederversammlung am 15.11.2025
Am 15. November 2025 fand unsere Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main statt. Neben zahlreichen Mitgliedern in Präsenz, waren ebenfalls 10 Mitglieder per ZOOM zugeschaltet, so dass unsere MV in bewährter Form hybrid stattfinden konnte.
Auch RMCH muss sich den neuen Bedingungen in der Entwicklungszusammenarbeit stellen, die durch die globale Finanzierungsrückgänge ergeben. Unsere Mitarbeiterin Tina Bauer-Odong führte uns als Auftakt in die MV in das Ausmaß der Kürzungen ein. Es handelt sich um eine beispielslose Krise, die sich daraus ergibt, dass die USA (Kürzung um 42% der Mittel), Großbritannien, Frankreich und Deutschland (Kürzung um 8% der Mittel) erstmals gleichzeitig Finanzierungshilfen, noch dazu im großen Stil, kürzen. Besonders betroffen sind Programme zu Malaria, Polio und Wasser. Dadurch dass für die Mutter- und Kindergesundheit kritische Bereiche betroffen sind, kommt es zu einem Anstieg der Kindersterblichkeit durch extreme Hungernot, Schließung von Kliniken für lebensrettende Behandlungen, Anstieg von Neuinfektionen und Verlust von Fachkräften. Kurzfristig ist diese Krise nicht zu kompensieren. Vor diesem Hintergrund hat das Engagement vom RMCH noch an Bedeutung gewonnen.
Dieser Aufforderung hat sich der auf der letzten MV neu gewählte Vorstand angenommen und zum Beispiel auf einem Strategiemeeting im August 2025 in Ludwigshafen zahlreiche positive Entwicklungen angestoßen, die sich auch in den Rechenschaftsberichten widerspiegeln. Highlights aus den Berichten sind:
- Ausschuss Internationale Beziehungen: RMCH hat in 119 Ländern Mitglieder, stärkere Zusammenarbeit der Ländersektionen, Stand auf der Rotary Convention in Calgary 2025
- Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit: Der Jahresbericht erscheint im neuen Format, welches einen sehr guten Einblick in unsere Aktivitäten gibt. Klare Leseempfehlung. Sie finden ihn hier.
- Ausschuss Mitgliederbetreuung: Es liegt eine strukturierte Übersicht über alle Mitglieder vor, viele Distrikte haben schon aktive Distriktbotschafter*innen, geplant ist eine vermehrte Teilnahme an rotarischen Veranstaltungen mit pointierten Vorträgen
- Rotaract Vertretung: Durch einen Besuch unserer Vorstandsvorsitzenden Talke Schaffrannek auf der Sitzung des Rotaract Deutschland Komitee konnte neues Interesse geweckt und es konnten neue Mitglieder gewonnen werden.
- Innerwheel Vertretung: Auch hier ist das Engagement ungebrochen
- Nigeriaprojekte: Die Projektansätze des Program of Scale sind nachweislich effektiv, z. B. ist die Anzahl der Todesfälle von Neugeborenen und Müttern im Projektgebiet um 20-28% gesunken (Stand Dezember 2024); es wurde ein Großspende eines nigerianischen Philanthropen (s.u.) für das PoS angekündigt, das Projekt Little Steps, big help im Süden des Landes läuft ebenfalls erfolgreich
- Projektentwicklung: RMCH bietet tatkräftige Unterstützung bei der Konzeption und Beantragung von Projekten und u.a. einen Schritt-für-Schritt Leitfaden (auch auf Englisch!) mit vielen Hilfen
- Projektcontrolling: Die Clubprojekte laufen gut, es sind drei völlig neue Projekte dazu gekommen.
Unser Beiratsvorsitzender, Prof. Dr. Jürgen Wacker, gab abschließend eindrückliche Impulse zum Thema „Geburtshilfe unter einfach Bedingungen“. Wenn Sie das nächste Mal gern bei der MV dabei wären, dann merken Sie sich schon einmal den 21.11.2026 vor.
Um noch mehr Aktivitäten umsetzen und mehr Menschen erreichen zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Aktuell freuen wir uns besonders über Spenden für unser mit dem Program of Scale Award 2022 ausgezeichneten Projekt „Together for Healthy Families in Nigeria“.
Wir freuen uns über Ihre Spende, für die Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung von RDG erhalten (mit Ausnahme von reinen Clubspenden).
Die Kontoverbindung für Ihren Beitrag zum Projekt „Together for Healthy Families in Nigeria“ lautet:
Rotary Deutschland Gemeindienst e.V.; DE69 3007 0010 0394 1200 04; BIC: DEUTDEDD
- Für persönliche Zuwendungen für dieses Projekt können Spender*innen jetzt auch eine offizielle Spendenanerkennung der Rotary Foundation, wie z.B. Major Donor. Dazu geben Sie bitte folgenden Verwendungszweck an: Name, Vorname, MemberID (von RI), 2914 Scale Grant.
- Für alle anderen wertvollen Beiträge zu dem Projekt verwenden Sie bitte: Spender*innen Name, Clubnummer, Projekt 1860002468 Scale Grant, als Referenz.
- Nicht-Rotarier*innen bitten wir, für die Spendenbescheinigung zusätzlich ihre Adresse im Verwendungszweck anzugeben.
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